„Wendrsonn“ in der Festhalle Großaltdorf 

Traditionell zur Herbstzeit lud auch dieses Jahr der Gesangverein Großaltdorf wieder zu einem spektakulären Musikevent in die Festhalle Großaltdorf ein. 
Am vergangenen Samstag präsentierte der Verein bereits zum zweiten Mal die zurzeit erfolgreichste schwäbische Mundartband „Wendrsonn“ aus dem „Klämmerlesgäu“ - sprich, dem Schwäbischen Wald. Seit 15 Jahren ist die mehrfach ausgezeichnete Band sehr erfolgreich im ganzen Ländle unterwegs und gibt ca. 60 Konzerte im Jahr. Am 16.11.2019 entführte „Wendrsonn“ das begeisterte Publikum in der gut besuchten Festhalle Großaltdorf über zwei Stunden in eine nostalgische Zeitreise durch den schwäbischen und alemannischen Kulturkreis. Die Mischung aus Rock, Blues und Folk mit alten traditionellen Melodien und schwäbischen Volksliedern hebt sich durch die teilweise rhythmische und melodische Veränderung erfrischend ab vom Rock- und Pop-Einerlei, sie macht Spaß, berührt und verzaubert. „Wendrsonn“ kreiert durch die Verbindung von kabarettistischen Elementen mit tragisch-komischen Momenten eine einzigartige Atmosphäre. Bei den meisten Texten, die eine hohe poetische Qualität haben, handelt es sich größtenteils um Eigenkompositionen aus der Feder von Bandgründer Markus Stricker. Mit viel Witz und schwäbischem Humor führte er - der sich sichtlich wohl fühlte bei uns Hohenlohern – locker und unterhaltsam durch das Programm und schmückte einige der vorgetragenen Lieder und imposanten Instrumentalstücke zuvor mit passenden Anekdoten und Gedanken über die liebenswürdigen Eigenarten und auch die unterschiedlichen Dialekte der Menschen im Ländle. Thematisch befassten sich die Texte mit historischen Ereignissen, alten Sagen und Märchen und die Band setzte ihre manchmal episch anmutende Musik mittels eines erstaunlichen Equipments an Instrumenten um, die sie alle meisterlich beherrschten. Markus Stricker begeisterte hüpfend und tanzend mit Gesang, Akkordeon, Gitarre, Keyboard und Ukulele, Frontsängerin Biggi Binder stimmgewaltig und tonsicher ebenfalls mit Gesang, Flöte, Keyboard und am Waschbrett. Michael Schad, der junggebliebene Altrocker, präsentierte eindrucksvoll sein Können mit unterschiedlichen Gitarren, einem Banjo und einer Bouzouki. Virtuos brillierte Klaus Marquardt meisterhaft auf seiner Geige und entlockte seiner E-Geige geradezu sphärische Klänge, die mit Unterstützung der hervorragenden Arbeit des Tontechnikers am Mischpult klangen wie aus einer anderen Welt. Um das Klangbild der Band abzurunden durfte natürlich der Bass und Kontrabass nicht fehlen, gespielt von Ove Bosch. Vollends aus dem Häuschen waren die Menschen im Saal nach dem Schlagzeug-Solo ihres neuen Drummers Rob Wittmeier. Nach anhaltendem Applaus und mehrfachen Zugaben der Band durfte sich das Publikum über ein weiteres Highlight des Abends freuen: ein Auftritt von Vereinsvorstand Michael Dietz. Er sang mit Unterstützung der Band den populärsten Song (und heimliche schwäbische Hymne) von „Wendrsonn“: „Do ben I dahoim“. Am Ende bedankte sich das Publikum, welches im Verlauf des Abends zum allgemeinen Vergnügen ebenfalls mit in das Programm eingebunden war, mit frenetischem Beifall und Standing Ovation bei „Wendrsonn“ und auch Michael Dietz für dieses wunderbare musikalische Ereignis. Die Sympathie beruhte wohl auf Gegenseitigkeit, denn die Band spürte, wie die Energie vom Publikum aufgegriffen wurde und so können wir davon ausgehen, dass „Wendrsonn“ gerne bald wieder nach Großaltdorf kommen wird. Wir freuen uns jetzt schon drauf! 
„‘S Lebe isch koin Schlotzer, aber mit euch hatte mir wieder a geile Zeit!“
Der Vorstand bedankt sich bei allen fleißigen Helferlein des Gesangvereins, die durch ihren gemeinsamen, unermüdlichen Einsatz wieder dazu beigetragen haben, dass dies ein gelungener und erfolgreicher Konzertabend für alle war!

Text: Gesangverein Großaltdorf
Bilder: wendrsonn